Versuch der Definition von Freiheit

Freiheit ist für mich einer der meist strapazierten und missbrauchten Begriffe. Dabei wird er meist in Form großer und universaler Freiheit genutzt, letztlich aber als „Freiheit für oder von“, zur Mobilisierung des Wiederstandes gegen eine als zu bekämpfende Einschränkung gemeint. Diese Form der Benutzung beinhaltet, durch die ihm innewohnenden emotionalen Aufladung, die starke Gefahr des Missbrauches.

Es sollte daher immer hinterfragt werden wer da von Freiheit spricht, welche Freiheit da wirklich gemeint ist und was sie mir oder ihm am Ende wirklich nützt.

 

Jedes/r hat eine „Innen“(Sein, Tiefe, Gedanken, Ich) und ein „Außen“ (Körper, Zellen, Atome). Akzeptiert man erst einmal das holarchische Weltbild der Integralen Philosophie leitet sich der Rest davon ab.

 

Freiheit in Bezug auf das „Innen“ eines Menschen ist universell und nicht  von außen zu begrenzen oder einzuschränken.

Es gibt   keinen Gedanken der nicht gedacht,

keine Vorstellung die nicht vor dem inneren Auge entstehen könnte,

kein Gefühl das nicht erlebt werden könnte.

Keine Grenzen. Die innere Welt, die Tiefe ist unendlich.

Die einzige Möglichkeit die innere Freiheit eines Menschen zu beschneiden ist ihn durch Manipulation dazu zu bringen es selbst zu tun.

 

Die äußere Freiheit muss immer auf das der Fragestellung zugrunde liegende Bezugssystem betrachtet werden. Dieses gibt immer Grenzen vor.

Freiheit im „Außen“ kann daher nicht universell sein, sondern nur die Möglichkeit, bis zu den Grenzen des aktuellen Bezugssystems vorzudringen sein. Sie ist relativ.

 

Diese relative Freiheit kann durch Wechsel des Bezugssystems geändert oder durch Erweiterung des Bezugssystems vergrößert werden. In beiden Fällen entstehen dabei aber neue Grenzen welche die Freiheit wieder Relativieren.

Der Anstoß zum Wechsel oder der Erweiterung des Bezugssystems der äußeren Freiheit kommt dabei meist aus der inneren, universellen Freiheit des Menschen.

 

Ein Beispiel hierzu wäre die viel beschworene Reisefreiheit der ehemaligen DDR Bürger. Ein Sprung über die „Mauer“ führte zu einem Wechsel des Bezugssystems und somit mehr Freiheiten in Bezug auf die Reisemöglichkeiten. Diese waren aber innerhalb des neuen Systems, durch andere Grenzen, zwar erweitert aber auch wiederum beschränkt, und wenn es nur die fehlenden finanziellen Möglichkeiten innerhalb des anderen Systems waren.

Selbst die Erweiterung des Bezugssystems, durch niederreißen der „Mauer“ lies zwar die neuen Grenzen, innerhalb derer man sich frei bewegen kann, deutlich nach außen rücken, spätestens aber beim buchen der Urlaubsreise zum Mond zeichnen sich momentan neue Grenzen des Bezugssystems ab.

 

Rico

 

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